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Veerse

Die Veerse ist ein Fluss in Niedersachsen mit einer Länge von 31,3 Kilometern. Ihre Quelle liegt im Pietzmoor, südlich von Schneverdingen. Der Fluss fließt durch Orte wie Lünzen und Veerse, das Naturschutzgebiet Veerseniederung und mündet schließlich bei Veersebrück zwischen Rotenburg und Scheeßel in die Wümme. Der Lünzener Bruchbach, ihr größter Nebenfluss, trifft bei Westervesede auf die Veerse.

Wasserqualität

Anfangs weist die Veerse aufgrund der Nähe zu Schneverdingen eine kritische Wasserqualität (Güteklasse II–III) auf. Ab Lünzen verbessert sich die Qualität auf mäßig belastet (Güteklasse II).

Dank eines Projekts des Angelvereins Westervesede und der verbesserten Wasserqualität ist die Veerse heute wieder ein Laichgebiet für Meerforellen.

Ökologische Bedeutung

Die Veerse gilt als eines der ökologisch und fischfaunistisch wertvollsten Gewässer in den Landkreisen Rotenburg (Wümme) und Heidekreis. Sie bietet Lebensraum für zahlreiche gefährdete Fisch- und Neunaugenarten wie Flussneunauge, Bachneunauge, Lachs, Mühlkoppe und Meerforelle. Auch der Fischotter ist wieder an die Veerse zurückgekehrt.

Umweltschäden 2012

Im April 2012 verursachte ein Unfall in Schultenwede, bei dem 400 Kubikmeter Gärreste aus einer Biogasanlage in den Lünzener Bruchbach gelangten, massive Umweltschäden. Auf einer Strecke von 9 Kilometern wurde die Fischpopulation des Bruchbachs ausgelöscht, und auch die Veerse wurde erheblich geschädigt, was jahrelange Renaturierungsarbeiten zunichtemachte.

Schutzgebiet

Im Landkreis Rotenburg (W.) gehört die gesamte Veerse sowie weite Teile der Talaue zum FFH-Gebiet „Wümmeniederung". Im Rahmen eines Fischotterschutzprogramms wurden viele Flächen entlang der Talaue von Niedersachsen gekauft und aus der landwirtschaftlichen Nutzung genommen, um den Schutz der Natur zu fördern.