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Unser neues Juwel: Der Baggersee "Sandgrube 3" in Westerholz

Ein Gewässer mit Zukunft

Der Angelverein Westervesede e.V. hat sich ein ganz besonderes Gewässer gesichert: Den Baggersee "Sandgrube 3" auf den Fluren der Gemarkung Westerholz, Gemeinde Scheeßel. Ab dem 01.01.2026 übernehmen wir als Pächter die exklusiven fischereilichen Nutzungsrechte.

Aktuell misst der See rund 1,8 Hektar – klar, tief (bis zu 11 m) und glasklar, mit einer eindrucksvollen Sichttiefe von über einem Meter. Doch das ist erst der Anfang der Geschichte.

Wohin die Reise geht

Der Baggersee befindet sich noch mitten im aktiven Sandabbau. Das bedeutet: Er wächst – und zwar gewaltig. In den kommenden Jahren wird sich die Wasserfläche von aktuell 1,8 Hektar auf über 8 Hektar vervielfachen. Wir übernehmen also nicht einfach nur ein Gewässer, sondern begleiten die Entstehung eines der größten Baggerseen der Region von Anfang an.

Gemeinsam mit dem Anglerverband Niedersachsen (AVN) und der Unteren Naturschutzbehörde haben wir ein wissenschaftlich fundiertes Fischereiliches Hege- und Nutzungskonzept erarbeiten lassen. Es beschreibt ganz konkret, wie sich unser See in den nächsten Jahren entwickeln soll:

  • Von der Fischwüste zum artenreichen Gewässer: Zu Beginn lebten im See fast ausschließlich Moderlieschen und Neunstachlige Stichlinge. Durch gezielten, standortgerechten Initialbesatz mit heimischen Arten wie Rotauge, Rotfeder, Schleie und Zander bauen wir Schritt für Schritt einen sich selbst erhaltenden, gewässertypischen Fischbestand auf – ganz ohne Dauerbesatz nach Etablierung.
  • Lebensraum statt Beton-Ufer: Wir bringen gezielt Totholz ein, fördern Schilf- und Röhrichtbestände und werten die Uferzonen strukturell auf – die wichtigste Grundlage für Laichplätze, Jungfischaufwuchs und ein stabiles Nahrungsnetz.
  • Schongebiete für starke Bestände: Rund 20–30 % der Uferlinie bleiben dauerhaft oder zeitweise beangelungsfrei. Diese Rückzugsräume stärken den gesamten Fischbestand und kommen dem See als Ganzes zugute.
  • Sogar der Edelkrebs könnte zurückkehren: Der See bietet durch seine isolierte Lage die seltene Chance, den in unserer Region durch die Krebspest ausgerotteten Europäischen Edelkrebs im Rahmen eines Artenschutzprogramms wiederanzusiedeln.
  • Miteinander statt Gegeneinander mit der Natur: Wir übernehmen aktiv Verantwortung für die Amphibienlaichgewässer der gefährdeten Knoblauch- und Kreuzkröte sowie für die Steilwände, in denen Uferschwalben und Eisvögel brüten.

Warum das unser Alleinstellungsmerkmal ist

Was unseren neuen See von einem "normalen" Vereinsgewässer unterscheidet:

1. Wissenschaftlich begleitet statt Bauchgefühl. Unser Hegekonzept basiert auf einer detaillierten fischbiologischen und limnologischen Untersuchung (Tiefenkartierung, Sauerstoffprofile, Elektro- und Netzbefischung) und wurde vom Anglerverband Niedersachsen nach aktuellem wissenschaftlichem Stand erarbeitet. Wir bewirtschaften nicht nach Gefühl, sondern nach fundiertem, adaptivem Gewässermanagement.

2. Ein wachsendes Gewässer von Grund auf mitgestalten. Kaum ein Verein hat die Chance, ein Gewässer buchstäblich von seiner Entstehung an – von 1,8 auf über 8 Hektar – aktiv mitzuentwickeln und den Fischbestand von Beginn an gezielt aufzubauen.

3. Vom wilden Party-See zum geschützten Naturraum. Was früher unkontrollierter Badebetrieb und Partylärm war, wird zu einem ruhigen, geschützten Gewässer mit geregeltem Zugang – ein Gewinn für Angler, Natur und Artenschutz gleichermaßen.

4. Exklusives Fischereirecht. Als Pächter halten wir das alleinige Recht zur fischereilichen Nutzung – ihr angelt an einem Gewässer, das nicht x-beliebig zugänglich ist.

5. Ein Gewässer für Generationen. Wir investieren nicht in ein kurzfristiges Projekt, sondern in ein Gewässer, das mit unserem Verein wachsen und reifen wird.


Wir halten euch auf dieser Seite auf dem Laufenden – über Besatzmaßnahmen, Grubenbegehungen und die weitere Entwicklung unseres neuen Juwels.